Fischschutz

An den Gewässern Appelhoffweiher, Kupferteich und Ostendesee gelten die nachfolgend aufgezählten Bestimmungen des Hamburgischen Fischereigesetz und der Durchführungsverordnung in der letzten Fassung.

Artenschutz

(1) Fische der nachstehend aufgeführten Arten dürfen nicht gefangen werden:

02.Bachneunauge (Lampetra planeri),

03.Bitterling (Rhoedus sericeus amarus),

04.Donau-Kaulbarsch (Gymnocephalus baloni),

05.Edelkrebs (Astacus astacus),

06.Elritze (Phoxinus phoxinus),

07-Finte (Alosa fallax),

08-Flussneunauge (Lampetra fluviatilis),

09.Groppe (Cottus gobio) , 9. Hasel (Leuciscus leuciscus),

10.Lachs (Salmo salar),

11.Maifisch, (Alosa alosa),

12.Meerforelle (Salmo trutta forma trutta),

13.Meerneunauge (Petromyzon marinus),

14.Moderlieschen (Leucaspius delineatus),

15.Muscheln – alle heimischen Arten der Gattungen Unio und Anodonta,

16.Neunstachliger Stichling (Pungitius pungitius),

17.Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis),

18.Schmerle (Noemacheilus barbatulus),

19.Schnäpel (Coregonus ssp.),

20.Steinbeißer (Cobitis taenia),

21.Stör (Acipenser sturio),

22.Zährte (Vimba vimba).

2  Dies gilt nicht für Lachse und Meerforellen in Gewässern, in die sie als Besatz eingebracht worden sind.

(2) Werden entgegen Absatz 1 Fische gefangen, sind sie unverzüglich mit der gebotenen Sorgfalt wieder in das Fanggewässer einzusetzen.

  •  Mindestmasse

(1) Fische der nachstehend aufgeführten Arten dürfen nur gefangen werden, wenn sie von der Kopfspitze bis zum Ende der Schwanzflosse mindestens folgende Länge aufweisen:

  1. Aal (Anguilla anguilla) 45 cm
  2. Äsche (Thymallus thymallus) 35 cm
  3. Bachforelle (Salmo trutta forma fario) 30 cm
  4. Barbe (Barbus barbus) 35 cm
  5. Döbel (Leuciscus cephalus) 25 cm
  6. Flunder (Platichthys flesus) 20 cm
  7. Hecht (Esox lucius) 50 cm
  8. Karpfen (Cyrinus carpio) 35 cm
  9. Lachs (Salmo salar) 60 cm
  10. Meerforelle (Salmo trutta forma trutta) 35 cm
  11. Quappe (Lota lota) 35 cm
  12. Rapfen (Aspius aspius) 40 cm
  13. Schlei (Tinca tinca) 25 cm
  14. Wels (Silurus glanis) 70 cm
  15. Zander (Stizostedion lucioperca) 40 cm
  16. Zope (Abramis ballerus) 30 cm

(2) Dies gilt nicht für Fische, die zum Zwecke der Wiederaussetzung in andere Gewässer gefangen werden, sowie in gewerblichen Fischzuchtbetrieben in geschlossenen Gewässern.

(3) Werden entgegen Absatz 1 untermassige Fische gefangen, gilt § 6 Absatz 2 entsprechend.

Artenschonzeiten

(1)  Die nachstehend aufgeführten Arten haben folgende Schonzeiten, in denen sie nicht gefangen werden dürfen:

  1. Bach- und Meerforelle, Lachs 15. Oktober bis 15. Februar,
  2. Äsche 1. Januar bis 15. Mai,
  3. Hecht 1. Januar bis 15. Mai,
  4. Wels 1. Mai bis 30. Juni,
  5. Zander 1. Januar bis 15. Mai.

 

Zum Schutz des Zander gelten ab Januar 2017 noch folgende Betimmungen:

  • In der Zanderschonzeit vom 1. Januar bis 15. Mai wird die Verwendung von Stellnetzen untersagt.  Das Verbot gilt für Berufs -und Nebenberufsfischer.
  • Während  der Zanderschonzeit   ist  Angelfischern die Verwendung von toten Köderfischen sowie von Kunstködern jeglicher Art untersagt.  Eine Ausnahme besteht nur für den unmittelbaren Strömungsbereich des Elbe-Hauptstroms.
  • In anderen Bereichen der Elbe, wie in Hafenbecken, Kanälen sowie innerhalb von Buhnenfeldern darf während der Zanderschonzeit nicht mehr mit Kunstködern gefischt werden. Das Auswerfen von  Kunstködern von Angelstellen am Elbe-Hauptstrom in nicht strömende Bereiche ist von diesem Verbot eingeschlossen.
  • Kunstköder dürfen nur in strömenden Bereichen der Elbe verwendet werden.

Bisher ist es Nebenberufs- und Hauptberufsfischern gestattet, während der Zanderschonzeit vom  1. Januar bis 15. Mai in Laich- und Rückzugsgebieten mit Stellnetzen auf andere Fischarten zu fischen. Aufgrund der Zanderbeifänge hat diese Art der Fischerei allerdings einen deutlich negativen Einfluss auf die Zanderpopulation. Der Rückgang der Zanderbestände ist in der fischereilichen Praxis deutlich festzustellen. Nur durch den Schutz der Winterlager und Laichgebiete sind der Erhalt und eine langfristige Reproduktionsmöglichkeit der Zanderpopulation sicherzustellen.

Im Bereich der Angelfischerei ist es bisher erlaubt, auch während der Zanderschonzeit tote Köderfische und Kunstköder, mit dem Ziel andere Fischarten zu fangen, einzusetzen. Das Fischen mit totem Köderfisch birgt ein hohes Risiko für den Fang von Zandern. Für den Fang anderer Fischarten wie Barsch und Rapfen ist der tote Köderfisch wenig geeignet. Das Angeln mit Kunstködern in Zanderlaichgebieten ist als besonders schädlich für die Zanderbestände anzusehen.

Das Fischen auf Friedfische und die Verwendung von Kunstködern außerhalb der Winterlager im Strömungsbereich der Elbe bleibt gestattet.